23.04.2026: Gefährliche Stoffe und Güter im Schwimmbad
Im Rahmen der Übung wurde ein Schwimmbad besichtigt, wobei der Fokus bewusst auf den Bereichen lag, die für Badegäste normalerweise nicht zugänglich sind. Ziel war es, einen realistischen Eindruck von den technischen Anlagen und den damit verbundenen Gefahren zu erhalten.
Während der Begehung wurden insbesondere die Technikräume näher betrachtet. Dazu gehörten unter anderem die Wasseraufbereitung, Pumpensysteme sowie die Filteranlagen. Ein zentraler Gefahrenschwerpunkt wurde bei den eingesetzten Chemikalien festgestellt, die für die Wasserdesinfektion und -aufbereitung notwendig sind. Besonders kritisch ist hierbei die Chlorungsanlage, in der Chlorgasflaschen gelagert und verwendet werden.
Chlorgas stellt eine erhebliche Gefahrenquelle dar, da es bereits in geringen Konzentrationen gesundheitsschädlich ist und bei Austritt schwere Atemwegsreizungen oder sogar lebensbedrohliche Zustände verursachen kann. Daher gelten in diesen Bereichen strenge Sicherheitsvorschriften, wie spezielle Lagerbedingungen, Gaswarnsysteme und entsprechende Schutzmaßnahmen für das Personal.
Im Anschluss an die praktische Begehung fand ein Theorieteil statt, in dem die zuvor gesehenen Anlagen und Gefahren genauer erklärt und eingeordnet wurden. Dabei wurde insbesondere auf die Eigenschaften der eingesetzten Chemikalien, das Verhalten von Chlorgas sowie auf mögliche Notfallszenarien eingegangen.
Dieser theoretische Teil ist besonders wichtig, da er das Verständnis für die praktischen Eindrücke vertieft. Nur durch fundiertes Hintergrundwissen können Gefahren richtig eingeschätzt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Die Kombination aus Praxis und Theorie ermöglicht es, im Ernstfall schneller und sicherer zu reagieren.
Zudem wurde deutlich, dass gerade in Bereichen, die für die Öffentlichkeit unsichtbar sind, oft die größten Risiken bestehen. Umso wichtiger ist es, dass Einsatzkräfte oder technisches Personal genau wissen, wie diese Anlagen funktionieren und welche Gefahren von ihnen ausgehen.
Vielen Dank an Martin Zwick für die Idee und Durchführung der Übung.
22.04.2026: Große Funkübung der UK-Führungsgruppe
Am Abend des 22. April 2026 führte die ELW-Gruppe Untere Hardt eine groß angelegte Funk- und Führungsübung durch. Beteiligt waren Einheiten der Feuerwehren aus Dettenheim, Linkenheim-Hochstetten, Eggenstein-Leopoldshafen und Graben-Neudorf sowie die Werkfeuerwehr des KIT.
Als Einsatzszenario wurde ein schwerer Verkehrsunfall im Ortsteil Leopoldshafen angenommen: Ein Bus mit mehreren Fahrgästen kollidierte mit einem Tanklastwagen. In der Folge galt es, zahlreiche verletzte Personen zu versorgen und gleichzeitig austretende Betriebsstoffe zu bewältigen.
Die Einsatzleitwagen (ELW) wurden im Verlauf der Übung gestaffelt alarmiert und nach und nach in die Einsatzstruktur eingebunden. Ziel war es, die Kommunikation und Koordination unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Dabei standen insbesondere eine klare und strukturierte Funkkommunikation, die Organisation mehrerer Einsatzabschnitte sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten Feuerwehren im Fokus.
Die Übung verlief insgesamt erfolgreich und lieferte wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte, die einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Feuerwehren in der Unteren Hardt unter Beweis stellte.
Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer im Feuerwehrhaus in Leopoldshafen, wo die Freiwillige Feuerwehr Eggenstein-Leopoldshafen für die Verpflegung sorgte und ein gemeinsamer Austausch über den Übungsverlauf stattfand. Vielen Dank dafür.
21.04.2026: Tragbare Leitern
Im Rahmen der Ausbildung stand das Thema tragbare Leitern im Mittelpunkt. Ziel der Übung war es, den sicheren Umgang mit verschiedenen Leitertypen zu festigen sowie die Vorgaben der Feuerwehr-Dienstvorschrift 10 (FWDV 10) praktisch anzuwenden.
Zu Beginn wurden die Grundlagen im Umgang mit Leitern wiederholt. Dabei ging es insbesondere um Sicherheitsabstände, den richtigen Anstellwinkel, die Tragfähigkeit sowie die Absicherung der eingesetzten Kräfte. Diese theoretischen Inhalte bildeten die Basis für die anschließenden praktischen Übungen.
Ein Schwerpunkt lag auf der vierteiligen Steckleiter. Hier wurde das Stellen der Leiter in verschiedenen Varianten geübt: zum einen aus drei Elementen, zum anderen aus zwei mal zwei Elementen. Dabei wurde besonders auf das korrekte Zusammenstecken, das sichere Aufrichten sowie die Standfestigkeit geachtet. Die Trupps arbeiteten die einzelnen Abläufe mehrfach durch, um Routine zu entwickeln.
An der zweiten Station wurde mit der Schiebleiter gearbeitet. Auch hier stand das sichere und vorschriftsmäßige Aufstellen im Vordergrund. In zwei Gruppen wurde das Stellen der Leiter mehrfach geübt, wobei besonders auf Teamarbeit und klare Kommunikation geachtet wurde. Ein weiterer wichtiger Bestandteil war das Thema Knoten und Sicherung, um die Leiter gegen Wegrutschen oder Kippen zu sichern.
Ein besonders anspruchsvoller Teil der Übung war das Arbeiten in engen Räumen und Schächten. Hier musste die Steckleiter unter erschwerten Bedingungen eingesetzt werden. In einer Variante wurden die Leiterteile von unten Stück für Stück ergänzt, während die oberen Teile angehoben wurden. In einer weiteren Übung erfolgte das Vorgehen umgekehrt: Die Leiter wurde von oben mit einer Leinensicherung aufgebaut, wobei die einzelnen Teile frei hängend nacheinander ergänzt wurden. Diese Szenarien erforderten ein hohes Maß an Koordination, Vertrauen und technischem Verständnis.
Die Bedeutung dieses Themas liegt vor allem in der Praxisnähe: Tragbare Leitern gehören zu den am häufigsten eingesetzten Rettungsgeräten im Feuerwehrdienst. Ob zur Menschenrettung, zum Erreichen von Einsatzstellen oder zur Selbstrettung – ein sicherer Umgang ist entscheidend, um sowohl die eigene Sicherheit als auch die der zu rettenden Personen zu gewährleisten. Fehler beim Aufstellen oder Sichern können schwerwiegende Folgen haben, weshalb regelmäßiges Üben unerlässlich ist.
Großer Dank an Steffen Brenner für die Planung und Durchführung dieser lehrreichen und praxisnahen Übung.
16.04.2026: Maschinistenübung
Im Rahmen einer Übung wurden die Maschinisten der Feuerwehr gezielt im Umgang mit den Pumpen weiter geschult. Ziel war es, die Bedienung zu festigen und gleichzeitig die vorhandenen Tiefbrunnen auf ihre Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu überprüfen.
Dazu wurden mehrere Tiefbrunnen sowohl im Saugbetrieb als auch über vorhandene Pumpensysteme angesaugt und betrieben. Die Teilnehmer konnten dabei wichtige praktische Erfahrungen im Aufbau einer stabilen Wasserversorgung sowie im sicheren Umgang mit der Technik sammeln.
Die Übung verlief erfolgreich und zeigte die Bedeutung regelmäßiger Ausbildung sowie die zuverlässige Funktion der Tiefbrunnen für den Einsatzfall.
Ein besonderer Dank gilt Paul Bauer für die Organisation und Durchführung der Übung.
14.04.2026: Fahrtraining trifft Atemschutz
Bei einer durchgeführten Maschinistenübung stand vor allem die Fahrpraxis im Mittelpunkt. Die Fahrer konnten ihre Präzision unter realitätsnahen Bedingungen trainieren, indem sie gezielt durch den Ort fuhren und dabei enge sowie bekannte Problemstellen bewusst ansteuerten. Dabei waren ein gutes Gefühl für das Fahrzeug, vorausschauendes Fahren und sauberes Manövrieren besonders gefragt.
Parallel dazu nutzten die Atemschutzgeräteträger die Gelegenheit, das Ausrüsten mit dem Atemschutzgerät während der Alarmfahrt zu üben. So konnten auch hier wichtige Handgriffe unter Zeitdruck und realitätsnahen Bedingungen gefestigt werden.
Ein besonderer Dank gilt Paul Bauer für die Idee und die Durchführung der Übung.
11.04.2026: Großübung "großer Heuberg" in Stetten a. k. M.
Die Großübung „Roter Heuberg“ ist eine regelmäßig stattfindende, überörtliche Einsatzübung im Raum Stetten am kalten Markt. Ziel dieser Übung ist es, unter möglichst realistischen Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien zu trainieren und die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren sowie anderer Hilfsorganisationen zu stärken. Dabei stehen insbesondere die Kommunikation, Koordination und das taktische Vorgehen bei komplexen Schadenslagen im Fokus.
Anreise und Aufenthalt in Balingen
Die Anreise erfolgte mit dem Fahrzeug 2/46 und dauerte rund 2,5 Stunden. Die Fahrt verlief in kameradschaftlicher und unterhaltsamer Atmosphäre. Nach der Ankunft bei der Feuerwehr Balingen wurden die Teilnehmer herzlich empfangen. Der Abteilungskommandant führte durch das Gerätehaus und gab interessante Einblicke in die örtlichen Strukturen und Abläufe. Im Anschluss wurde ein Gastgeschenk überreicht. Für die Übernachtung standen Feldbetten zur Verfügung.
Am Abend fand ein gemeinsames Abendessen in einem Restaurant statt. Danach ließ die Gruppe den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein gemeinsam mit Kameraden aus Balingen in deren Floriansstube ausklingen.
Übungstag
Der Übungstag begann früh mit dem Aufstehen und der Abreise vom Feuerwehrhaus Balingen. Vor der Weiterfahrt wurden noch Frühstück sowie Verpflegung für den Tag organisiert.
Nach der Ankunft in Stetten am kalten Markt sammelten sich alle teilnehmenden Kräfte – insgesamt rund 400 Einsatzkräfte. Es folgten eine Lageeinweisung, die offizielle Begrüßung sowie ein gemeinsames Gruppenfoto des Grünen Löschzugs 302.
Im weiteren Verlauf wurden sieben realitätsnahe Einsatzlagen abgearbeitet:
- PKW in eingestürztes Gebäude
- Auffahrunfall mit einem Gefahrguttransporter
- Menschenrettung aus einem verrauchten Gebäude
- Brand eines Handwerksbetriebs mit Menschenrettung und Realfeuer
- PKW gegen Gebäude mit mehreren Einsatzschwerpunkten: Menschenrettung aus verrauchten Bereichen, Befreiung einer überrollten Person sowie ein Gefahrgutaustritt im PKW
- Verpuffung in einer Jagdhütte mit Menschenrettung
- Dachstuhlbrand mit Menschenrettung im Erdgeschoss
Die Szenarien verlangten den Einsatzkräften sowohl körperlich als auch taktisch viel ab und boten eine wertvolle Möglichkeit, die Zusammenarbeit sowie das eigene Vorgehen unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Abreise
Nach einem intensiven und übungsreichen Tag erfolgte die gemeinsame Rückfahrt. Anschließend wurden die Fahrzeuge im Feuerwehrhaus wieder einsatzbereit gemacht, bevor der Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen wurde.
Dank
Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Balingen für die hervorragende Organisation sowie die außerordentlich kameradschaftliche Gastfreundschaft.
07.04.2026: Atemschutz-Belastungsübung
Im Rahmen der jährlich vorgeschriebenen Atemschutz-Belastungsübung absolvierten in diesem Monat sieben Angehörige der Feuerwehr erfolgreich die vorgeschriebene Leistungsüberprüfung nach FwDV7. Die Teilnahme an dieser Übung ist für Atemschutzgeräteträger einmal pro Jahr verpflichtend. Sie dient dazu, die körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Belastbarkeit unter Atemschutz sicherzustellen und somit die Sicherheit im Einsatz zu gewährleisten. Einsätze unter Atemschutz stellen hohe Anforderungen an Kondition, Kraft und Konzentration, weshalb die regelmäßige Überprüfung ein wichtiger Bestandteil der Einsatzbereitschaft ist.
Der sportliche Teil der Belastungsübung bestand aus mehreren Stationen. Hierzu zählten das Steigen an der Endlosleiter, das Fahren auf dem Fahrradergometer, das Gehen beziehungsweise Laufen auf dem Laufband sowie das Drehen am Handergometer. Diese Übungen simulieren typische körperliche Belastungen, wie sie im Einsatzfall beispielsweise beim Treppensteigen, beim Vorgehen mit Ausrüstung oder bei längeren Arbeitsphasen unter Atemschutz auftreten.
Im Anschluss folgte die Atemschutzübungsstrecke des Landkreises Karlsruhe in Linkenheim-Hochstetten unter realitätsnahen Bedingungen. In abgedunkelter Umgebung mussten auf der zweigeschossige Strecke verschiedene Hindernisse überwunden und enge Passagen durchquert werden. Ziel der Übung ist es, die Strecke mit der zur Verfügung stehenden Atemluft vollständig zu absolvieren. Dabei werden neben der körperlichen Belastbarkeit auch Orientierung, Ruhe und sicheres Arbeiten unter Stress gefordert.
Alle sieben in diesem Monat angetretenen Feuerwehrangehörigen meisterten sowohl den sportlichen Teil als auch die Atemschutzstrecke erfolgreich und konnten die Belastungsübung vollständig absolvieren. Damit haben sie den jährlichen Leistungsnachweis erbracht und ihre Einsatzfähigkeit unter Atemschutz bestätigt.














