34. Wettbewerb für Handdruck-Feuerspritzen
Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Berufsfeuerwehr Karlsruhe fand am 26. April 2026 in Karlsruhe der 34. Wettbewerb für historische Handdruck-Feuerspritzen statt. Insgesamt 18 Mannschaften waren gemeldet und traten – trotz einzelner Absagen – in einem kameradschaftlichen Wettstreit gegeneinander an. Die Veranstaltung bot den Besuchern eine eindrucksvolle Zeitreise in die Feuerwehrgeschichte, bei der mit historischen Handdruckspritzen und originalgetreuen Uniformen gezeigt wurde, wie Brände vor rund 200 Jahren ausschließlich mit Muskelkraft bekämpft wurden.
Neben internationalen Teilnehmern aus der Schweiz und Frankreich waren zahlreiche Feuerwehren aus Baden-Württemberg und darüber hinaus vertreten. Dazu gehörten unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren aus Orsingen-Nenzingen, Eppingen, Goldhausen, Unterreichen, Bad Wildbad (Abt. Calmbach), Walzbachtal (Abt. Jöhlingen), Hirrlingen, Karlsruhe (Abteilungen Neureut und Hohenwettersbach) und die Berufsfeuerwehr Karlsruhe. Weitere Teilnehmer waren die Gruppen aus Ostrach (Löschgruppe Jettkofen), Ingoldingen (Abt. Muttensweiler), Biberach, Graben-Neudorf sowie internationale Vertreter wie die Union Départementale Sapeurs-Pompiers du Bas-Rhin aus Frankreich, Engwangen-Waggerswil sowie die Feuerwehrvereinigung Häglingen aus der Schweiz. Ergänzt wurde das Teilnehmerfeld durch historische Formationen wie die Preußische Handdruckspritzen-Gruppe Terpe.
Auch die Feuerwehr aus Graben-Neudorf nahm mit 17 Personen an diesem besonderen Wettbewerb teil. Die Gruppe setzte sich aus der Einsatzabteilung, den Alterskameraden und dem Spielmannszug zusammen – und genau dieses generationenübergreifende Miteinander machte den Auftritt besonders. Das hervorragende Zusammenspiel aller drei Bereiche zeigte sich sowohl bei der Vorbereitung als auch bei der Vorführung selbst: Erfahrung, Routine und musikalische Begleitung griffen nahtlos ineinander und sorgten für ein stimmiges Gesamtbild.
Mit ihrer Handdruckspritze aus dem Jahr 1876, die den ganzen Tag über ausgestellt war, zog die Feuerwehr Graben-Neudorf zahlreiche interessierte Besucher an. Gegen 13:50 Uhr präsentierte die Mannschaft ihre Vorführung und demonstrierte eindrucksvoll das Zusammenspiel, die Abstimmung und die körperliche Leistung, die für den Betrieb dieser historischen Technik erforderlich sind.
Bei der Siegerehrung zeigte sich der kameradschaftliche Charakter des Wettbewerbs: Es wurden zwei erste Plätze sowie sieben zweite Plätze vergeben, während sich die übrigen Mannschaften – darunter auch Graben-Neudorf – den dritten Platz teilten.
Parallel dazu fand das 12. Landesfeuerwehr-Oldtimertreffen statt, bei dem historische Feuerwehrfahrzeuge von den Anfängen der Motorisierung bis in die 1980er-Jahre ausgestellt wurden. Auch internationale Fahrzeuge ergänzten die Ausstellung und machten die Veranstaltung zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Insgesamt war der Tag geprägt von Tradition, Technikgeschichte und gelebter Kameradschaft. Besonders das starke Miteinander der verschiedenen Abteilungen innerhalb der Feuerwehr Graben-Neudorf zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Teamgeist über Generationen hinweg ist – und wie lebendig Feuerwehrtradition bis heute gelebt wird.









